Beirat für Migration und Integration der Stadt Neuwied tagte
Fotos: Melanie Lange
Von Sprachkursen über Familiengrundschulzentren bis hin zu kultursensibler Hospizarbeit: Bei der jüngsten Sitzung des Beirats für Migration und Integration der Stadt Neuwied standen ganz unterschiedliche Themen auf der Tagesordnung – verbunden durch die Frage, wie gesellschaftliches Miteinander in der Deichstadt gelingen kann. Der Beirat beschäftigte sich dabei mit aktuellen integrations- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen und konkreten Planungen des Gremiums.
Der Vorstand berichtete zunächst über die Aktivitäten der vergangenen Monate. Außerdem setzte sich der Beirat mit den aktuellen Einschränkungen bei Sprach- und Integrationskursen und mit den geplanten Familiengrundschulzentren in der Innenstadt auseinander. Zudem informierte der Vorstand über aktuellen Themen aus den städtischen Ausschüssen. „Dieser regelmäßige Austausch trägt wesentlich dazu bei, unterschiedliche Perspektiven frühzeitig einzubringen und die Interessen vieler Menschen in unserer Stadt sichtbar zu machen“, betont Bürgermeister Peter Jung, der sich ebenfalls in der Beiratssitzung einbrachte.

Die Familiengrundschulzentren sollen künftig Bildungs- und Unterstützungsangebote enger mit dem Schulalltag verknüpfen und Familien zusätzliche Anlaufstellen im direkten Lebensumfeld bieten. Weniger erfreulich für die Beiratsmitglieder waren die Informationen zur Einschränkung der Sprach- und Integrationsangebote. Bürgermeister Jung berichtete, wie die Stadt diese aus eigenen Mitteln kompensiert, um das wichtige Angebot aufrechtzuerhalten. Bereits in Vorbereitung befinden sich zudem die Interkulturellen Wochen, die im September begangen werden. Für Juni ist ein kommunalrechtliches Seminar für die Mitglieder des Beirates geplant.

Einen besonderen Akzent setzte der Vortrag von Shoraja Celik vom Rhein-Wied Hospiz zum Thema „Hospizarbeit unter Muslimen“. Sie referierte zur Frage, wie Menschen in der letzten Lebensphase kultursensibel begleitet werden können und welche Rolle Sprache, religiöse Prägungen und familiäre Erwartungen dabei spielen. Der Beitrag stieß auf großes Interesse und führte zu intensiven Gesprächen.

