
Musikalischer Reigen an der Stumm-Orgel beginnt am 26. Juni in der Abteikirche
Fotos: Eberhard Thomas Müller
Hörenswert ist die älteste historische Orgel der Region, die Stumm-Orgel in der Abteikirche Sayn. Berühmt in Fachkreisen hat das Instrument auch beim Publikum große Beliebtheit erlangt, wenn internationale Künstler fünf sommerlicher Konzerte auf der Orgel präsentieren. Und damit feiert die Orgel-Konzertreihe in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen! Die prachtvollen Klänge des Plenums mit den Registern Posaune und Trompete sowie die zarten Flötentöne und die kleinen Pfeifchen erzeugen ein faszinierendes Klangerlebnis aus dem Jahr 1780. Sehenswert ist aber auch die Abteikirche Sayn. Und in ihrem Kreuzgang aus dem Jahr 1230 findet nach den Konzerten ein Umtrunk statt.

Zur Eröffnung am Freitag, 26. Juni 2026, um 19:00 Uhr spielt Moritz Schott aus Hamburg große Werke von Johann Sebastian Bach und eine Toccata des österreichischen Barockmeisters Gottlieb Muffat.
Am Freitag, 10. Juli 2026, ist Quentin Guillerot aus Paris zu Gast. Der Titularorganist einer der berühmtesten Cavaille-Coll Orgeln in der Kathedrale von St. Denis spielt Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven, aber auch spannende Raritäten des französischen Spätbarocks.
Very British wird es am 24. Juli, wenn der Solist Gerard Brooks aus London anreist. Seine heimische Orgelbank steht im Saal der Westminster Hall, der größten Methodistenkirche Großbritanniens mit 2000 Sitzplätzen. Für die Abteikirche Sayn hat er passend zur Stumm-Orgel ein Programm mit Musik englischer Barockmeister vorbereitet.

Die tänzerischen Variationen über das Lied „Unter der Linden grüne“ von Jan Pieterson Sweelinck stehen im Mittelpunkt des Konzertes am 7. August, das Christian Frommelt als Vertreter der sächsischen Orgeltraditionen in der Abteikirche Sayn präsentiert. Außerdem erklingt das zauberhafte Andante KV 616 von Wolfgang Amadeus Mozart, ein „Gesang der drei Grazien“!
Am 21. August beendet Johannes Geffert die sommerlichen Orgelkonzerte mit „Ländlichen Szenen“, darunter Bachs Capriccio über „die Abreise des geliebten Bruders“ und ein „ländliches Hochzeitsfest“ von Franz Berwald.
Die Konzerte werden alle 14 Tage immer freitags um 19:00 Uhr gegeben und dauern eine Stunde. Da der Eintritt ist frei, wird am Ausgang um eine Spende gebeten.

