
Naturpark wertet Infopunkte entlang des Weltkulturerbes auf
Foto: Nico Burkhardt
Wissbegierige, die heute am Limes unterwegs sind, begegnen nicht mehr nur Infotafeln. Vier neue lebensgroße Scherenschnittfiguren machen ab sofort sichtbar, wie Menschen vor rund 2000 Jahren an der Grenze des Römischen Reiches lebten und arbeiteten. Sie ergänzen bestehende Informationspunkte und machen das Leben am Limes für große und kleine Geschichtsinteressierte anschaulich.
Die Figuren greifen vier Themen auf, die den Alltag am Limes prägten: Handel, Leben am Limesturm, Schanzarbeit und Nachrichtenübermittlung. Sie zeigen typische Szenen aus einer Zeit, in der der Limes nicht nur militärische Grenze war, sondern auch ein Ort des Austauschs. Lange galt der Limes als reine Militärgrenze zwischen dem Römischen Reich und den nicht römischen Gebieten. Heute wissen Forschende, dass entlang der Grenze Handel betrieben wurde und Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt standen.

An der Scherenschnittfigur „Leben an einem Limesturm“ kamen Beteiligte des Projekts zusammen: Vanessa Selent vom Amt für Stadtmarketing, Irmgard Schröer, Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald, Peter Bäumer von der Straßen- und Tiefbauabteilung sowie Markus Meinen von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Die lebensgroßen Figuren machen das römische Leben am Limes anschaulich.
Foto: Nico Burkhardt
Ergänzend zu den neuen Figuren bekommen Interessierte durch Tafeln Einblicke in die gezeigten Szenen. Mittels der dort angebrachten QR-Codes gelangen Interessierte zu vertiefendem Wissen und anschaulichen Geschichten rund um das Leben an der ehemaligen Reichsgrenze. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) entwickelte die Motive und erarbeitete die begleitenden Inhalte gemeinsam mit dem Naturpark Rhein-Westerwald.
Der Limes zählt seit 20 Jahren zum UNESCO-Welterbe. Bei Rheinbrohl trifft der Niedergermanische Limes auf den Beginn des Obergermanisch-Raetischen Limes. Mehr als 40 Kilometer des bedeutenden Bodendenkmals verlaufen durch den Naturpark Rhein-Westerwald. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte die Umsetzung der neuen Scherenschnittfiguren mit rund 8.000 Euro.

