Zukunftswerkstatt bereitet mögliche zweite Siegelphase der Kinderfreundlichen Kommune vor

Foto: Ulf Steffenfauseweh
Wie kann Neuwied auch künftig eine Stadt bleiben, in der Kinder und Jugendliche mitreden und mitgestalten können? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt der Kinderfreundlichen Kommune im Jugendzentrum Big House. Dafür blickten sie auf die erste Siegelphase zurück und entwickelten gemeinsam Ideen für die Zukunft.

Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit bot die Zukunftswerkstatt Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und mögliche nächste Schritte vorzubereiten. Im Herbst 2026 beraten die politischen Gremien darüber, ob Neuwied den eingeschlagenen Weg in einer zweiten Siegelphase fortsetzt.

Bürgermeister Peter Jung und Sonja Jensen, Koordinatorin der Kinderfreundlichen Kommune, kamen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Jugendbeirat, Kitas und weiteren Einrichtungen zur Zukunftswerkstatt im Jugendzentrum Big House zusammen.  Foto: Ulf Steffenfauseweh

An der Zukunftswerkstatt beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Jugendbeirat, Kitas und weiteren Einrichtungen. Gemeinsam blickten sie zunächst auf die vergangenen drei Jahre der Kinderfreundlichen Kommune. In einer Kritikphase sprachen sie darüber, was bereits gut funktioniert und wo weiterhin Herausforderungen bestehen. Anschließend sammelten die Teilnehmenden in einer Utopiephase Ideen und Wünsche für die Zukunft. In der Arbeitsphase diskutierten sie, welche Ansätze sich realistisch weiterverfolgen lassen und wie Kinderrechte und Beteiligungsmöglichkeiten auch künftig fest in Neuwied verankert werden können.

Eine wichtige Rolle spielten dabei die Perspektiven junger Menschen. Bereits am Vortag hatten Neuwieder Kinder bei einer eigenen Zukunftswerkstatt ihre Wünsche, Ideen und Anregungen eingebracht. Diese flossen unmittelbar in die Gespräche ein. „Wer die Sicht von Kindern ernst nimmt, macht die Stadt für alle Generationen lebenswerter“, betont Bürgermeister Peter Jung. Die Kinderfreundliche Kommune ist kein Projekt mit festem Endpunkt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Als einzige von UNICEF zertifizierte Kinderfreundliche Kommune in Rheinland-Pfalz will Neuwied Kinderrechte im Verwaltungshandeln auch künftig stärken und jungen Menschen Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes bieten. Die Zukunftswerkstatt lieferte dafür wichtige Impulse.