
- Infospot Kindesmissbrauch informierte im Forum Mittelrhein in Koblenz
Bereits zum siebten Mal veranstalteten die Netzwerke Kindeswohl des Jugendamtes Koblenz und der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gemeinsam mit dem Sachgebiet Prävention der Polizei und dem Koblenzer Kinderschutzbund einen Infospot Kindesmissbrauch.
Damit waren wichtige Ansprechpartnerinnen und -partner für Betroffene, Angehörige und für die allgemeine Sensibilisierung der Gesellschaft vor Ort. Denn sexuelle Gewalt ist immer noch ein Thema, das leider gerne verschwiegen wird und bei dem die Betroffenen bis zu sieben Mal um Aufmerksamkeit suchen müssen, bis tatsächlich Hilfe aktiviert werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass ein bis zwei Kinder pro Schulklasse von sexueller Gewalt betroffen sind.

Marko Boos, Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz (rechts) und Peer Pabst, der Leiter des Koblenzer Jugendamtes (2. von rechts) besuchten die Akteure des Infospots Kindesmissbrauch. Foto: Susan Krause/Stadt Koblenz
Wetterbedingt fand der Infospot im Forum Mittelrhein statt, das seine Räumlichkeiten kurzfristig und kostenfrei zur Verfügung stellte. Im Forum waren viele Passanten unterwegs und ließen sich mit Infomaterial und persönlichen Gesprächen über mögliche Hilfsangebote, aber vor allem auch über Prävention informieren.
Gerade Jugendliche konnten auf die Gefahr durch Cybergrooming im Internet hingewiesen werden, und vor allem darauf, was zu tun ist, wenn kinderpornographische Abbildungen in den Chatgruppen auf dem eigenen Handy oder im Freundeskreis auftauchen.
Diese besondere gemeinsame Aktion der Kooperationspartner wurde auch von Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Landrat Marko Boos unterstützt.
Wichtige Informationen und Anlaufstellen zum Thema finden sich im Internet unter www.hilfe-portal-missbrauch.de.

