Der Schwanenteich zwischen Oberwerth und der Südlichen Vorstadt ist derzeit grünlich verfärbt und weist deutliche Schlieren auf. Dies deutet auf eine starke Vermehrung von Blaualgen (Cyanobakterien) hin. Die Stadt Koblenz rät deshalb insbesondere Hundebesitzern, ihre Tiere vorsorglich vom Wasser fernzuhalten.

Einige Blaualgenarten bilden Giftstoffe, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Der Kontakt mit belastetem Wasser kann unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen, geröteten Augen und Atembeschwerden führen. In schweren Fällen sind auch Leber- und Nervenschäden möglich.

Der Schwanenteich zwischen Oberwerth und der Südlichen Vorstadt könnte derzeit von einer starken Vermehrung von Blaualgen betroffen sein. Einige Arten der Cyanobakterien bilden Giftstoffe, die für Menschen und Hundegesundheit schädlich sein können. Foto: Verena Groß/Stadt Koblenz

Die Messwerte für Blaualgen in der Untermosel liegen aktuell teilweise bereits knapp unter dem Schwellenwert, ab dem das Landesamt für Umwelt Warnhinweise herausgibt. Da der Schwanenteich jedoch kein Bade- oder Freizeitgewässer ist, werden dort keine regelmäßigen Wasseruntersuchungen durchgeführt.

Besonders Hunde sind gefährdet, da sie beim Schwimmen oder Trinken Wasser aufnehmen. Auch beim Ablecken des nassen Fells können Blaualgen verschluckt werden. Die Stadt empfiehlt daher dringend, Hunde nicht im Teich baden oder daraus trinken zu lassen. Auch Menschen sollten den Kontakt mit auffällig grünlich verfärbtem oder schlierenbildendem Wasser vermeiden und insbesondere Kleinkinder davon fernhalten. Wer nach dem Kontakt mit dem Wasser gesundheitliche Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.

Blaualgen können sich bei warmem Wetter und in nährstoffreichen Gewässern besonders stark vermehren. Der Schwanenteich ist hierfür anfällig. Ursache sind unter anderem der hohe Nährstoffeintrag, der fehlende Frischwasserzufluss und ein geringer Sauerstoffgehalt.

Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen hat deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um langfristige Lösungen zur Verbesserung der Gewässerqualität zu untersuchen. Die erste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass ein Frischwasserzufluss aus der Laubach nicht möglich ist, da der Bach bereits im Bereich des Stadions versickert. Auch eine unterirdische Verbindung zum Rhein wäre baulich äußerst aufwendig, unter anderem weil die Verbindungsstraße zum Oberwerth auf Kriegstrümmern gegründet wurde. Zudem wäre ein solcher Durchfluss unter den derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen nicht zu realisieren. Nun soll geprüft werden, ob eine Fontäne den Sauerstoffgehalt erhöhen und insbesondere in den Sommermonaten zu einer Verbesserung der Wasserqualität beitragen kann.

Das Wasser des Schwanenteichs ist grün verfärbt und zeigt die für Blaualgen typischen Schlieren. Foto: Verena Groß/Stadt Koblenz