
Benefiz-Radtour erzielt 1 Million Euro für krebskranke und hilfebedürftige Kinder
Foto: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein/Jutta Münch
KOBLENZ. Mit dem Finale im Kemperhof hat die 30. Vor-Tour der Hoffnung nicht nur für große Emotionen gesorgt, sondern auch eine historische Spendensumme erzielt. Am Ende standen 1.004.000 Euro auf dem Konto der Benefizaktion. Besonders beeindruckend: Zunächst waren 990.000 Euro verkündet worden, doch die Radler rundeten das Ergebnis selbst noch auf die Millionenmarke auf.
Fantastische Stimmung, viel Applaus und spürbare Rührung prägten den Abschluss der Benefiz-Radtour auf dem Gelände der Kinderklinik des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. Hier wurde bereits am Nachmittag ein buntes Programm für Familien geboten, organisiert von der Kinderklinik am Kemperhof und der Elterninitiative für krebskranke Kinder. Dr. med. Stephan Lobitz, Chefarzt der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, und Tina Wahlen, Geschäftsführerin der Elterninitiative für krebskranke Kinder e.V., sagten: „Wir setzen damit gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung für betroffene Kinder und ihre Familien.“
Als die rund 150 Rennradfahrer dann nach drei Tourtagen das Ziel erreichten, wurden sie mit Jubelrufen empfangen. Auf dem Podium gab es anschließend zahlreiche Spendenübergaben, begleitet von emotionalen Reden und großem Dank an alle Unterstützer. Das sind tausende Menschen mit einem großen Herz: Spender, Unternehmen, Vereine, Kommunen, Helferteams, Sponsoren – und natürlich die Hoffnungsradler. Auch Jürgen Grünewald, Gründer der Tour und selbst Mitfahrer, erlebte den Abschluss seines Jubiläums sichtlich gerührt.

Die Vor-Tour der Hoffnung fand ihren Abschluss zum 30. Jubiläum am Kemperhof. Hier wurde mit riesigem Applaus, vielen emotionalen Momenten und bewegenden Worten die Rekord-Spendesumme von 1.004.000 Euro verkündet.
Foto: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein/Jutta Münch
Der Kemperhof ist seit Jahren ein zentraler Ort für die Versorgung schwerkranker Kinder in der Region – und eine von vielen Institutionen, die Spenden vor der Vor-Tor erhalten. „Wir behandeln derzeit rund 35 Kinder. Sie und ihre Familien sind aus dem Alltag gerissen worden. Die Unterstützung durch die Vor-Tour macht es möglich, dass wir ihnen die Zeit hier durch besondere Projekte wie beispielsweise eine Elternküche erleichtern können“, so Dr. Lobitz. Auch Privat-Dozent Dr. med. Thomas Nüßlein, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, der die dreitägige Tour über mehr als 300 km durch das nördliche Rheinland-Pfalz selbst mitgefahren ist, zeigte sich tief bewegt und betonte: „Die Vor-Tour-Radler, die Spendenden und die vielen, vielen Menschen im Hintergrund haben gemeinsam Gutes bewirkt – über den unglaublichen Spendenbetrag und über ein lautstarkes Bekenntnis zur Nächstenliebe.“

