
Stadt Koblenz startet Verkehrssicherheitskampagne
Foto: Ralph Emmerich/Stadt Koblenz
Wer mit dem Auto oder einem anderen Kraftfahrzeug Radfahrende überholt, muss ausreichend Abstand halten. Darauf macht die Stadt Koblenz auch in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Partnern mit einer Verkehrssicherheitskampagne aufmerksam.
Die Straßenverkehrs-Ordnung schreibt vor: Innerorts müssen Kraftfahrzeuge beim Überholen von Radfahrenden einen seitlichen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Außerorts sind es mindestens zwei Meter. Wer diese Vorgabe missachtet, gefährdet insbesondere die ungeschützten Radfahrenden und muss mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.
Denn zu dichtes Überholen kann bei Radfahrenden ein erhebliches Unsicherheitsgefühl auslösen. Die Folge können riskante Ausweichmanöver oder indirekte Unfallgefahren sein. Ein Beispiel sind sogenannte Dooring-Unfälle: Wenn sich Radfahrende durch ein zu knapp vorbeifahrendes Fahrzeug bedrängt fühlen, weichen sie möglicherweise näher an parkende Fahrzeuge aus und können dadurch mit einer plötzlich geöffneten Autotür kollidieren.
Unsichere Verkehrssituationen können dazu führen, dass bestimmte Strecken gemieden, Gehwege genutzt oder das Fahrrad als Verkehrsmittel insgesamt weniger eingesetzt wird. Ein angemessener Sicherheitsabstand ist deshalb sehr wichtig, damit sich Menschen auf dem Fahrrad sicher und akzeptiert fühlen.

Im vergangenen Jahr wiesen Großflächenplakate in der Mainzer Straße alle Verkehrsteilnehmer darauf hin, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestüberholabstand zu Radfahrenden einzuhalten. In diesem Jahr werden dafür Citylights, Billboards und Litfaßsäulen genutzt. Foto: Ralph Emmerich/Stadt Koblenz
In Koblenz findet vom 24. August bis 13. September die diesjährige STADTRADELN-Kampagne statt. 21 Tage lang steht dabei das Fahrrad besonders im Mittelpunkt und soll für die täglichen Wege möglichst häufig genutzt werden. Mit der Aktion wird zugleich für die Belange des Radverkehrs und eine sichere, attraktive Infrastruktur geworben. Während des Aktionszeitraums ist daher mit einem erhöhten Radverkehrsaufkommen im Stadtgebiet zu rechnen.
Aus diesem Anlass führt die Stadtverwaltung Koblenz vom 24. August bis zum 6. September 2026 erneut eine gemeinsame Verkehrssicherheitskampagne mit dem Polizeipräsidium Koblenz, dem ADFC Koblenz und dem VCD-Kreisverband Mittelrhein durch. Auf digitalen Citylights- und Billboards sowie an Litfaßsäulen wird in Koblenz auf den vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam gemacht.
Die Stadt Koblenz arbeitet kontinuierlich daran, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern und eine sichere und attraktive Radverkehrsinfrastruktur zu schaffen. Ebenso wichtig ist das rücksichtsvolle Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden. Die Stadtverwaltung appelliert daher an alle, die geltenden Verkehrsregeln zu beachten und beim Überholen von Radfahrenden ausreichend Abstand zu halten.
