Interkulturelle Wochen 2026 bieten vielfältiges Programm
Foto: Volker Schölzel
Begegnung beginnt oft ganz einfach: bei einem gemeinsamen Essen, beim Kochen, Spielen oder bei einem Gespräch. Genau solche Gelegenheiten schaffen die Interkulturellen Wochen 2026 in Stadt und Kreis Neuwied. Vom 16. September bis zum 3. Oktober laden Vereine, Initiativen, Religionsgemeinschaften, Bildungseinrichtungen und weitere Organisationen zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Im Mittelpunkt stehen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch und das gemeinsame Erleben.

„Integration lebt davon, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen. Wo wir uns begegnen, miteinander reden und einander zuhören, können Vorurteile abgebaut und Verständnis geschaffen werden“, betont Bürgermeister Peter Jung. „Die Interkulturellen Wochen bieten dafür viele ganz unterschiedliche Gelegenheiten. Mein Dank gilt allen, die sich mit ihren Ideen und ihrem Engagement daran beteiligen.“
Wie vielfältig Begegnung aussehen kann, zeigt das Programm: In Neuwied wird beispielsweise am 17. September zusammen mit Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Block beim „Cleanup Day“ aufgeräumt und Müll eingesammelt. Am 23. September heißt es im evangelischen Gemeindehaus an der Marktkirche dagegen „Gemeinsam am Tisch“: Beim Mittagessen steht das Kennenlernen im Mittelpunkt.
Auch Raum für Diskussion und kulturelle Auseinandersetzung gehört dazu. Professor Ahmed Toprak von der Fachhochschule Dortmund spricht am 24. September bei der Diakonie über Erziehung und Geschlechterrollen im Kontext von Migration. Einen Tag später der Türkisch-Deutsche Freundschaftsverein die Komödie „Sind Sie Ausländer? Nein! Ich bin Türke!“ des Theaters ulüm in den Amalie-Raiffeisen-Saal. Humorvoll geht es dabei um Vielfalt, Diskriminierung und Menschenrechte.
 

Foto: Volker Schölzel

Einen besonderen Schlusspunkt setzt der 3. Oktober. Bereits zum fünften Mal lädt der Rat der Religionen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jan Einig zum „Spaziergang der Religionen“ ein. Er beginnt am „Engel der Kulturen“ in der Innenstadt und erinnert zugleich an das Neuwieder Stadtrechtsprivileg von 1662 und die darin verankerte Religionsfreiheit. Anschließend öffnen die Neuwieder Moscheegemeinden zum bundesweiten „Tag der offenen Moschee“ ihre Türen und laden zum Austausch ein.
Hinter den Interkulturellen Wochen steht ein breites Netzwerk von Akteuren aus Stadt und Kreis. Gemeinsam setzen sie mit den Veranstaltungen ein Zeichen für Offenheit, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe – und schaffen ganz konkrete Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen, denen man im Alltag vielleicht nicht ohne Weiteres begegnet.
Das vollständige Programm von Stadt und Kreis Neuwied mit allen Terminen, Veranstaltungsorten und Informationen zur Anmeldung ist unter www.neuwied.de/ikw abrufbar.