
Bild: Manfred Kerber
Die Neuwieder Gruppe der international tätigen Menschenrechtsorganisation Amnesty International informierte am Samstag auf dem Neuwieder Luisenplatz über ihre Arbeit zu den Themen ‚Klimagerechtigkeit‘ und ‚Kinderrechte‘! – Beide Themen sind eng vernetzt miteinander, so bedrohe der voranschreitende Klimawandel insbesondere in den Regionen des globalen Südens zusehend auch immer mehr die Menschenrechte, - hier besonders auch die Kinderrechte. Durch die Klimaerwärmung in Zusammenhang mit dem El Nino – Phänomen kommt es verstärkt zu Hitzewellen, Dürreperioden und Wasserknappheit in einigen Regionen, während andere mit Überschwemmungen und Erdrutschen zu kämpfen haben.
Dies vernichtet Ernten und Existenzen! Auch die medizinische und staatliche Infrastruktur ist betroffen. Krankenhäuser und Schulen werden in Mitleidenschaft gezogen oder ganz zerstört. Das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit und auf medizinische Versorgung ist genauso bedroht wie das Recht auf Zugang zu Bildung. Damit Klimagerechtigkeit nachhaltig umgesetzt werden kann, muss vernetzt gearbeitet und gedacht werden – dies erfordert eine intersektionale Zusammenarbeit von Staaten, Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen, wie Amnesty International. ‚Klimaschutz ist Menschenschutz!‘ – so kann man den Grundsatz der Menschenrechtsorganisation kurz auf den Punkt bringen. Das bedeutet, dass Klimaschutz- und alle dafür erforderliche Maßnahmen im Einklang mit den Menschenrechten umgesetzt werden.

Bild: Manfred Kerber
Dies erfordert auch ein gutes Management im Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien. Insbesondere bei der Gewinnung von fossilen Energieträgern kommt es immer wieder zu verheerenden Umweltkatastrophen, durch diese sind nicht nur Flora und Fauna in weiten Gebieten, sondern auch die Menschenrechte zunehmend stärker betroffen, wie die Katastrophe im Niger-Delta von Nigeria zeigt: Durch Lecks in den Pipelines kommt es zum Auslaufen von Öl auf die Felder der Bauern. Auch kommt es immer wieder zu Explosionen durch defekte Gasleitungen. Hierbei starben in der Vergangenheit immer wieder Menschen. In der Eilaktion, die Interessenten am Infostand unterschreiben konnten, fordert Amnesty den Shell-Konzern zu mehr Mitarbeit und Transparenz bei der Aufklärung der Umweltkatastrophen auf. Der Umweltbelastungen durch die Profitgier großer Konzerne müssen politisch und finanziell stärker sanktioniert werden, und eine stärkere Einbeziehung der Menschen im global Süden - Mitspracherechte, Gewinnbeteiligung und Ausgleichszahlungen für verlorene Ernten sollten zum Regelfall werden.
