
Foto: Holger Wolf
Einen ganzen Tag nahmen sich die beiden neugewählten grünen Landesvorsitzenden Carolin Cloos und Christin Sauer Zeit, um die verschiedenen Ortsverbände der Grünen kennenzulernen. Begleitet von Mitgliedern des Kreisvorstands absolvierten sie am Samstag, den 17. Oktober, ein dicht gepacktes Programm durch die Region. Ziel der Tour war es, sich vor Ort auszutauschen, drängende kommunalpolitische Themen zu besprechen sowie Einblicke in regionale Initiativen und die Infrastruktur im Kreis zu gewinnen.
Der Tag startete in Neuwied, wo die Delegation von den Mitgliedern der Grünen vor Ort zu einem gemeinsamen Frühstück empfangen wurde. In entspannter Atmosphäre nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und für vertiefte politische Diskussionen.
Im Anschluss reiste der Tross weiter nach Puderbach. Nach der Begrüßung durch den örtlichen Ortsverband trafen sich die Landesvorsitzenden und die Kreisvorstandsmitglieder mit Isabelle Klein und Daniel Dönges, den Leiter:innen des Vereins Mutwerk Westerwald. Sie gaben eindrucksvolle Einblicke in ihre tägliche Arbeit zum Wohl von Kindern und Jugendlichen, wiesen jedoch gleichzeitig auf große Herausforderungen wie die unzureichende und unsichere Finanzierung ihres wichtigen sozialen Angebots hin.

Carolin Cloos und Christin Sauer mit Thomas Schmidt und grünen Mitgliedern vor dem Erpeler Tunnel. Foto: Holger Wolf
Das Wiedtalbad in Hausen Als dritte Station stand das Wiedtalbad in Hausen auf dem Plan. Dort wurden die Gäste von Mitgliedern des Ortsverbands Rengsdorf-Waldbreitbach sowie einer Mitarbeiterin des Bades empfangen. Bei einer Führung durch das stark in die Jahre gekommene Bad, das kurz vor einer Schließung und Generalsanierung steht, boten sich insbesondere im Untergrund ungewohnte und alarmierende Einblicke: Zahlreiche Wasseraustritte durch Undichtigkeiten und deutliche Bauschäden machten den Sanierungsstau und die fehlenden Finanzmittel eindrücklich sichtbar.
In Asbach hießen Mitglieder der Grünen vor Ort die Delegation bei Kaffee und Kuchen willkommen. Bei dem anschließenden lebhaften Austausch ging es vor allem um die Herausforderungen der Kommunalpolitik. Zukunftsweisende Projekte wie der Ausbau von Radwegen oder der Anschluss regenerativer Energieerzeuger werden demnach im Alltag oft durch hohe bürokratische und behördliche Hürden erschwert.
Zum Abschluss der Kreis-Tour besuchte die Delegation den Eisenbahntunnel unter der Erpeler Ley. Nach dem Empfang durch den Ortsverband Unkel-Linz-Bad Hönningen hielt Thomas Schmidt, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die VG Unkel und Vorstandsmitglied beim Kunst- und Kulturkreis ad Erpelle, einen fesselnden Vortrag. Er berichtete über die bewegte Geschichte des Eisenbahntunnels und der berühmten Brücke von Remagen, die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg sowie das vielfältige kulturelle Engagement des Vereins ad Erpelle.
Der Kreisverband Neuwied bedankt sich herzlich bei Carolin Cloos und Christin Sauer für ihren ganztägigen Besuch und den intensiven Dialog. Ein ebenso großer Dank gilt allen beteiligten Ortsverbänden für die hervorragende Organisation der zahlreichen Programmpunkte im gesamten Kreisgebiet.

