
Foto (Petra Peters)
Die Themen Frieden, Wehrdienst und Glauben standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes des evangelischen Männerkreises Neuwied in der Marktkirche. Ein weites Feld, wie die Männer (v. l. Christoph Weidinger, Christian Schultze, Hans Poredda, Uwe Selzer, Klaus Wolff und Henning Peters) gleich zu Beginn des Gottesdienstes feststellten aber auch ein hochaktuelles Thema für junge Menschen, die sich gerade entscheiden müssen, Wehrdienst zu leisten oder nicht. Junge Männer mit ganz unterschiedlichen Auffassungen kamen hierzu virtuell zu Wort, die Männer des Männerkreises versuchten diese auch unter Berücksichtigung der Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Titel "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick" aus christlicher Sicht einzuordnen.
Die Denkschrift setzt sich intensiv mit dem Spannungsfeld des biblischen Tötungsverbotes und der möglichen Legitimität staatlicher Gewaltanwendung auseinander. Die legale Anwendung von Gewalt kann danach ethisch vertretbar oder sogar geboten sein, allerdings bleibt jede Tötungshandlung legitimationsbedürftig und führt vor Gott zu Schuld, eine Spannung, die in einer noch nicht erlösten Welt auszuhalten ist. Kein Wunder, dass dieses spannende Thema auch nach dem Gottesdienst zu einem intensiven Austausch der Besucher und Macher des Gottesdienstes im Cafe Auszeit führte. Für junge Menschen, die vor der Entscheidung stehen, Wehrdienst zu leisten oder nicht, gibt die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) eine Entscheidungshilfe unter https://wehrpflicht.sinnundsegen.de/

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