
Neuwieder Grabpaten pflegen ehrenamtlich den Alten Friedhof
Foto: Jannik Eikmeier
Zugewachsene Grabstätten freilegen, Einfassungen von Laub und Bewuchs befreien: Auf dem Alten Friedhof in Neuwied gab es kürzlich wieder einiges zu tun. Rund zwei Dutzend ehrenamtliche Grabpatinnen und Grabpaten packten gemeinsam an, um die historische Anlage in der Julius-Remy-Straße zu pflegen. Ausgestattet mit Scheren, Besen und Arbeitshandschuhen machten sie sich unter Anleitung von Friedhofsführer K. D. Boden und Günter Schwenker an die Arbeit.
Der Einsatz gehört für die Ehrenamtlichen längst zum Jahreslauf. Zweimal im Jahr kommen sie zur gemeinsamen Pflegeaktion zusammen. Doch auch dazwischen kümmern sich die Grabpaten regelmäßig um einzelne Grabstätten, für die sie eine Patenschaft übernommen haben. Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, dass historische Grabmale sichtbar bleiben und der besondere Charakter des Alten Friedhofs erhalten wird.
Der 1783 eröffnete Friedhof war der erste konfessionsübergreifende Begräbnisplatz der Stadt. Zahlreiche historische Grabstätten erinnern bis heute an bekannte Neuwieder Familien und erzählen ein Stück Stadtgeschichte. Dass dieser geschichtsträchtige Ort auch künftig gepflegt und für Besucherinnen und Besucher zugänglich bleibt, ist nicht zuletzt dem beständigen Einsatz der Grabpaten zu verdanken. Ihr ehrenamtliches Engagement ist ein wertvoller Beitrag zum Erhalt dieses besonderen Ortes mitten in Neuwied. Wer selbst einmal in die Geschichte des Alten Friedhofs eintauchen möchte, hat dazu bei den regelmäßig angebotenen Stadtführungen Gelegenheit.

Rund zwei Dutzend ehrenamtliche Grabpaten kümmerten sich bei der jüngsten Pflegeaktion um den Alten Friedhof. Foto: Jannik Eikmeier

