Minski entführt in spannende Filmwelten
Vielfältige Filmauswahl lockt im Februar in die Schauburg
Der menschlichen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Was sich Menschen alles vorstellen und erträumen können, wird in kaum einem Medium so gut sichtbar, wie in der Filmkunst. So vielfältig wie die Ausdrucksform selbst ist auch das Neuwieder „Minski“, das immer mittwochabends zu handverlesenen, abwechslungsreichen und stets hochinteressanten Filmvorführungen in die Neuwieder Schauburg einlädt. Auch im Februar kommen Filmfans bei den Vorstellungen des beliebten Programmkinos wieder voll auf ihre Kosten.
Hans und Rita sind schon seit Jahrzehnten verheiratet, doch ihr Zusammenleben gleicht schon lange mehr einer zweckmäßigen Koexistenz als einem harmonischen Miteinander. Deshalb blickt Rita der Pensionierung ihres Mannes und der Aussicht, bald rund um die Uhr mit ihm zusammen zu sein, eher besorgt entgegen. Auch die Beziehung zu Sohn Tom lässt zu wünschen übrig. Als es dann noch zu einem verheerenden Unfall kommt, ist in ihrem Leben nichts mehr so, wie es vorher war. „Dann passiert das Leben“ läuft am Mittwoch, 4. Februar, im Minski.
Eine Woche später führt eine unerwartete Erbschaft eine Gruppe weit entfernter Verwandter in einem stillen Anwesen an der Küste der Normandie zusammen. Dabei stoßen sie auf die faszinierende Geschichte ihrer Ahnin Adèle, die als junge Frau in Paris mit den spannenden Anfängen von Fotografie und impressionistischer Malerei in Berührung kam. Zwischen den einander ursprünglich völlig Fremden entsteht so Schritt für Schritt eine besondere Verbindung. „Die Farben der Zeit“ wird am Mittwoch, 11. Februar, im Minski gezeigt.
Die junge Agathe liebt die Literatur. Neben ihrer Arbeit in einem Buchladen schreibt sie an einem eigenen Roman und träumt von einem Leben als Schriftstellerin. Ihr großes Vorbild: Jane Austen. Als ihr bester Freund Felix ein Textstück von ihr bei einem Schreibwettbewerb einreicht, scheint ihr Traum tatsächlich in greifbare Nähe zu rücken. Doch ein Kuss von Felix zum Abschied und eine neue Bekanntschaft zu Oliver, einem Neffen von Austen, machen ihr Privatleben kurzerhand zu einer ganz eigenen, modernen Jane-Austen-Geschichte. Am Mittwoch, 18. Februar, präsentiert das Minski „Jane Austen und das Chaos in meinem Leben“.
Zum Abschluss macht das Minski am Mittwoch, 25. Februar, mit der Aufführung von „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ einen Abstecher in die Zeit der frühen Aufklärung. Die preußische Königin Sophie Charlotte ist in eine tiefe Melancholie gefallen, seit ihr früherer Hauslehrer – der Philosoph und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz – nicht mehr an ihrem Hof angestellt ist und ihr als Gesprächspartner bei existentiellen Fragen zur Verfügung steht. Um sich ein wenig Trost zu verschaffen, gibt sie beim Hofmaler ein Gemälde von Leibniz in Auftrag – doch der weigert sich, diesen zu malen.
Das Minski ist eine Kooperation zwischen dem städtischen Jugendamt, der Volkshochschule der Stadt Neuwied sowie dem Filmtheaterbetrieb Weiler. Jeden Mittwochabend öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang im Kino Schauburg, Heddesdorfer Straße 84, für einen außergewöhnlichen Film. Kinokarten können über eine Online-Buchung zur Sitzplatzreservierung auf www.kinoneuwied.de erworben oder an der Abendkasse gekauft werden.

