
Foto (Stadt Koblenz / Verena Groß)
Die Stadtgärtner in Koblenz bauen derzeit ein digitales System zur Überwachung der Bodenfeuchte auf ausgewählten Grünflächen im Stadtgebiet ein. Ziel ist es, die Bewässerung von Pflanzen künftig noch gezielter und ressourcenschonender zu steuern.
Die ersten Messpunkte entstehen im Bereich der Naturdenkmale im OLG-Garten sowie im Schlossgarten. Weitere Sensoren werden an neu angelegten Baumstandorten in der Peter-Klöckner-Straße und in der Beatusstraße eingebaut.
Das Monitoring liefert kontinuierlich Daten zur Bodenfeuchtigkeit. Dafür werden mehrere Sensoren in unterschiedlichen Tiefen im Boden verbaut. Bei neu gepflanzten Bäumen sitzen sie unter anderem im Bereich des Wurzelballens sowie in Tiefen von etwa 30, 60 und 90 Zentimetern. In Staudenflächen messen Sensoren in etwa 25 und 50 Zentimetern Tiefe. Die Messwerte werden per Funk übertragen und digital ausgewertet.
Durch die Auswertung der Daten können die Stadtgärtner besser einschätzen, wie viel Wasser tatsächlich im Wurzelbereich der Pflanzen ankommt und wie lange es dort verbleibt. Auf dieser Grundlage lässt sich die Bewässerung von Straßenbäumen und Pflanzbeeten künftig bedarfsgerechter planen – ein wichtiger Beitrag zum Umgang mit Wasser insbesondere in längeren Trockenperioden.
Für das Projekt arbeiten die Stadtgärtner mit dem Berliner Unternehmen Arbor revital zusammen. Das Sachverständigenbüro für Bäume hat das „Smart-City“-System zur digitalen Bedarfsermittlung entwickelt, das die optimale Versorgung von Stadtbäumen unterstützen soll.

Foto (Stadt Koblenz / Verena Groß): Robin Neuendorf von Arbor revital installiert eine Funkeinheit, die Daten von im Boden verbauten Feuchtesensoren übermittelt

