Forschen im Reallabor“ an der Universität Koblenz

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung ist an der Universität Koblenz der erste Durchgang des Projekts „MINTgedacht – Forschen im Reallabor“ geendet. Vierzehn engagierte Schüler*innen aus der Region hatten seit Oktober 2025 intensiv an eigenen Forschungsprojekten im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) gearbeitet und dabei vielfältige Fragestellungen aus ihrer Lebenswelt untersucht.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Teilnehmenden ihre Projekte in Form von Vorträgen und gaben Einblicke in ihre Forschungsprozesse sowie ihre Ergebnisse. Neben einem gemeinsamen Rückblick auf die vergangenen Monate wurden auch herausragende Projekte in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

Den Preis für die höchste Qualität des Forschungsprojekts erhielt das Projekt „P-Recover“ von Daniel Hermann, Yehor Serikov, Anas Yassin und Vahe Simonyan, Schüler*innen des Bertha-von-Suttner-Gymnasium Andernach. Sie untersuchten die Phosphoraufnahme in Weidelgras unter Verwendung unterschiedlicher Düngemittel. Hierfür züchteten sie über mehrere Wochen hinweg Pflanzen und analysierten deren Phosphatgehalt mithilfe qualitativer und quantitativer chemischer Verfahren. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass nachhaltige Düngemittel aus Klärschlamm eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Produkten darstellen können (Bild: DSC_2858).

Der Preis für MINT-Interdisziplinarität ging an das Projekt „CO₂-Sequestrierung – Möglichkeiten zur Speicherung von Kohlenstoffdioxid“, durchgeführt von vier Schülerinnen des Max-von-Laue-Gymnasiums Koblenz.

Für ihre besonders kreativen und innovativen Ansätze wurden zudem die Schüler-Projekte „ABSORBAX“ des Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz zur Stoßabsorption sowie „Tagebau Hambach – Nachrechnung der Fülldauer“ des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Andernach mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet.

Das Projekt „MINTgedacht – Forschen im Reallabor“ der MINT-Didaktiken an der Universität Koblenz fördert interessierte Jugendliche. Bild: Universität Koblenz / Felix Schlief

Das Feedback der Teilnehmenden und Lehrkräfte fiel insgesamt sehr positiv aus. Trotz anfänglicher Herausforderungen im Umgang mit der offenen Aufgabenstellung zeigten sich die Schüler*innen besonders motiviert, eigene Ideen zu entwickeln und ihren Interessen nachzugehen. Viele hätten sich sogar noch mehr Zeit für ihre Forschung gewünscht. Einige Gruppen planen, ihre Projekte weiterzuführen und beispielsweise bei „Jugend forscht“ einzureichen.

Ziel des Projekts „MINTgedacht – Forschen im Reallabor“ der MINT-Didaktiken an der Universität Koblenz ist es, Jugendliche mit Interesse an MINT-Themen zusammenzubringen und gemeinsam zu fördern. In mehreren Veranstaltungen arbeiten die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams an realitätsnahen, häufig umweltbezogenen Problemstellungen. Organisiert wird das Projekt von den Didaktiken der Mathematik (Sekundarstufen), Chemie und Informatik.

Gefördert wird „MINTgedacht“ von den rheinland-pfälzischen Ministerien für Bildung, für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie für Wissenschaft und Gesundheit.

Der nächste Projektdurchgang startet am 24. April 2026. Lehrkräfte, die interessierte Schülergruppen anmelden möchten, können sich bis zum 17. April 2026 per E-Mail an bracke@uni-koblenz.de wenden.