
80 Betriebe belebten die Innenstadt und sorgten für ein „Volksfest des Handwerks“ – hervorragende Resonanz der Besucher und hochzufriedene Aussteller und Organisatoren
Foto-Quelle: HwK Koblenz / Dagmar Schweickert
KOBLENZ. Die erste Handwerksmesse in neuem Format hat drei Tage lang begeistert und alle Erwartungen übertroffen: Von Freitag bis Sonntag präsentierten sich rund 80 Betriebe aus Koblenz und der Umgebung direkt in der Koblenzer Innenstadt, auf beliebten und belebten Plätzen auf einer Gesamtfläche von rund 70.000 Quadratmetern, mitten im Wochenendtrubel, statt in Messehallen abseits der City. Ein völlig neuer Ansatz, nachdem es mehr als 20 Jahre lang keine Handwerksmesse in Koblenz gegeben hatte. Das Fazit: Alles richtig gemacht! Nachdem der Freitag als klassischer Werktag noch etwas verhalten verlief, gab es schon am Samstag viele Besucher, die sich auf den gut ausgeschilderten Messerundgang machten, der vom Görresplatz über Münzplatz, Willi-Hörter-Platz, Jesuitenplatz, Am Plan wieder zum Zentralplatz führte. Auch rund um die Liebfrauenkirche sowie in der Löhrstraße und Marktstraße gab es viel zu erleben, von der Tradition bis zu digitaler Technologie, vom Elfenbeinschnitzer und Drechsler bis zum Bootsbauer.

Das vielfältige Programm der Messe zeigte eindrucksvoll, wie breit das Handwerk aufgestellt ist: Neben klassischen Gewerken konnten die Besucher selten gewordene Gewerke kennenlernen. Viele Stationen luden zum Mitmachen und zu persönlichen Gesprächen ein. Foto-Quelle: HwK Koblenz / Dagmar Schweickert
Es wurde live frisiert, Brot ganz frisch im Holzofen gebacken, Schiefer behauen und Kunsthandwerk präsentiert. Die Stimmung rund um die Stände war prächtig, die Mitarbeiter nahmen sich für ihre Besucher viel Zeit, gaben fachliche Infos oder ermunterten auch mal zum Mitmachen und Ausprobieren. Die Kfz-Werkstatt Otto Singhof hatte – natürlich nach Rücksprache mit dem Auftraggeber– ein Kundenfahrzeug auf dem Zentralplatz platziert, wo es im Laufe des Wochenendes repariert wurde – unter den Augen der neugierigen Spaziergänger. Auch an anderen Ständen war vom Azubi bis zum Meister alles vertreten und so kamen die Gespräche mit allen Generationen im Handumdrehen in Schwung. Besonders positiv und überraschend war für Betriebe wie Metallbau Kliewer, Malerbetrieb Hoppen oder die Tischlerei Fetz, dass bei ihnen und anderen Betrieben direkt vor Ort ein bis fünf Bewerbungsmappen eingereicht wurden.

HwK-Präsident Kurt Krautscheid (links) und HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich (2. von rechts) freuten sich über die große und positive Resonanz auf das neue Messekonzept. / Foto-Quelle: Michael Jordan
Das Team des Unternehmens Melzer fasste als Fazit zusammen, was die meisten Standbetreiber am Ende des Wochenendes so oder ähnlich berichteten: „Wir hatten unglaublich viele und intensive Kundengespräche, es gab hier einen tollen Mix an Ständen. Wir Betriebe haben uns auch super miteinander verstanden – das ist viel besser als auf einem Messegelände – natürlich auch, weil das Wetter optimal mitgespielt hat!“
Die Besucher hatten ebenfalls ihren Spaß. Vom „Volksfest des Handwerks“ bis zum „gemütlichen Bummel mit ganz viel neuen Eindrücken und tollen Möglichkeiten zum Mitmachen“ war da die Rede. Ob durch Zufall am Rande des Shoppingbummels am Samstag oder am Sonntag gezielt mit Lageplan in der einen Hand und einem leckeren Eis in der anderen: Die Gäste kamen allein, als Paar, mit Kindern oder Enkelkindern, nahmen sich Zeit und genossen die Handwerksmesse 2.0.

Die erste Handwerksmesse in neuem Format hat drei Tage lang begeistert und alle Erwartungen übertroffen: Von Freitag bis Sonntag präsentierten sich rund 80 Betriebe aus Koblenz und der Umgebung direkt in der Koblenzer Innenstadt, auf beliebten und belebten Plätzen auf einer Gesamtfläche von rund 70.000 Quadratmetern, mitten im Wochenendtrubel. Foto-Quelle: HwK Koblenz / Dagmar Schweickert
Auch die Spitze der Handwerkskammer Koblenz ist von der Premiere überzeugt: „Die Idee klang so einfach wie überzeugend”, meinte Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz und Ralf Hellrich, HwK-Hauptgeschäftsführer, freute sich, dass das Konzept, Handwerk live und hautnah zu präsentieren, optimal funktioniert hat, „denn genau das entspricht auch dem Wesen von Handwerk, das traditionell Teil der städtischen Wirtschaftskultur war und ist“.
Hinter der Veranstaltung steht eine breite Partnerschaft regionaler Akteure: Organisiert wurde die Messe von der D. Koenitz GmbH in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz, der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und der Stadt Koblenz. Die Rhein-Zeitung begleitete das völlig neue Messeformat als Medienpartner. Gemeinsam verfolgen alle Partner das Ziel, das Handwerk mitten in die Stadt zu holen und seine Bedeutung für Wirtschaft, Ausbildung und Lebensqualität in der Region lebendig zu präsentieren.

