
St. Elisabeth steht für eine starke Versorgung bei Hüft- und Kniegelenkersatz
Foto: GK-Mittelrhein/Jutta Münch
MAYEN. Claudia Bast ist froh, dass sie so früh reagiert hat. Als im Frühjahr 2025 erste Schmerzen in der Hüfte auftreten und über den Sommer zunehmen, sucht sie im September ihren Hausarzt in Dernbach auf. „Ihm vertraue ich und sein Rat hat mir sehr geholfen.“ Seine Empfehlung führt die 70-Jährige ins zertifizierte Endoprothetikzentrum am St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen. Dort erhält sie schnell einen Termin zur Untersuchung im Oktober – und nur wenige Wochen später, am 27. November, folgt bereits die Operation.
Die Diagnose: fortschreitender Gelenkverschleiß in der Hüfte, eine sogenannte Coxarthrose. Dabei nutzt sich der schützende Knorpel im Gelenk zunehmend ab, Bewegungen werden schmerzhafter, die Beweglichkeit nimmt ab. „In diesem Stadium wären konservative Maßnahmen wie eine physikalische Therapie oder eine Schmerztherapie nicht mehr ausreichend gewesen, deshalb haben wir ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. med. Horst Kray.
Unter seiner Leitung steht auch das zertifizierte Endoprothetikzentrum. Rund 25 Eingriffe an Hüfte und Knie werden hier pro Woche durchgeführt, hinzu kommen knapp 100 Schulterendoprothesen pro Jahr. „Die Entwicklung moderner Implantate, die verbesserte Operationstechnik, der Einsatz schonender Narkoseverfahren sowie die anschließende Rehabilitationsbehandlung, die bereits vor der Operation beginnt und ab dem Operationstag fortgeführt wird, haben dazu geführt, dass die Komplikationsraten deutlich gesenkt und die Ergebnisse erheblich verbessert werden konnten. Je nach Alter, Knochenqualität und Aktivität des Patienten wählen wir individuell auf den Patienten abgestimmte Endoprothesenmodelle aus. Grundsätzlich werden nur Kunstgelenke verwendet, deren lange Haltbarkeit in internationalen Langzeitstudien bestätigt wurde.“
Bei Claudia Bast verläuft der Eingriff problemlos. Schon am Tag der Operation kann sie wieder aufstehen. Doch für sie ist es nicht nur der medizinische Erfolg, der zählt. „Mich hat vor allem die Sorgfalt von Dr. Kray beeindruckt. Er hat sich sehr viel Zeit für
mich genommen“, sagt sie. „Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse unserer Patienten ein. Bei Frau Bast lagen beispielsweise Zysten in der Hüftpfanne vor, welche mit Knochenmaterial aus dem entnommenen Hüftkopf aufgefüllt wurden. Dieses Vorgehen ist zwar etwas zeitaufwändiger, führt aber zu einem stabileren Einwachsen der künstlichen Hüftpfanne und sichert dem Patienten nicht nur ein gutes Frühergebnis, sondern insbesondere eine möglichst lange Haltbarkeit des eingesetzten Kunstgelenkes“, erklärt der Chefarzt.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ging es für Claudia Bast direkt weiter in die Reha nach Bad Neuenahr – ganz nach ihrem Wunsch. Heute ist Claudia Bast beschwerdefrei und blickt sehr zufrieden auf den gesamten Behandlungsverlauf zurück. Für die Nachsorge nimmt sie gerne die rund einstündige Fahrt aus der Nähe von Selters nach Mayen in Kauf. „Hier hat alles so wunderbar geklappt. Ich bin wirklich glücklich.“

Der Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums in Mayen, Chefarzt Dr. med. Horst Kray, erklärt Claudia Bast, was bei dem Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks zu beachten ist. Foto: GK-Mittelrhein/Jutta Münch

