[Ahrweiler] – Fotos: Anna Feuerpeil
Nach dem sehr erfolgreichen Autokorso vergangene Woche, an dem über 100 Fahrzeuge teilgenommen haben, hat die IG Metall einen Demonstrationszug für Samstag, den 7. März angemeldet. Eingeladen waren die ZF Belegschaft mit ihren Familien, Vertreter:innen der Politik, solidarische Mitbürger:innen und DGB-Schwestergewerkschaften. Startpunkt des Demozuges war das Streiklokal in der Max-Planck-Str. in Ahrweiler. Um 5 vor 12, bei herrlichem Wetter setzte sich der Demonstrationszug mit 300 Teilnehmern in Richtung Marktplatz in Bewegung. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmal beim Ordnungsamt und den Polizeikräften für die starke Begleitung.

Nach halbstündigem Fußmarsch durch die Straßen von Ahrweiler, erreichte der Demonstrationszug schließlich den Marktplatz. Neben der Begrüßung von Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied, der den unzähligen Gästen für ihre Teilnahme dankte, bewertete Michael Quirmbach, Betriebsratsvorsitzender von ZF Ahrweiler nochmal den aktuellen Stand zum Umzug ins neue Werk in Niederzissen. 

Besonders ermutigend waren die Beteiligungen der umliegenden ZF Standorte wie Neuwied, Koblenz, Kreuztal, Dillingen, Wagenfeld, Gelsenkirchen und Schweinfurt. Ebenfalls erreichten uns solidarische Botschaften der Landtagskandidaten vieler Parteien, entweder als Redebeitrag vor Ort oder als Grußbotschaft. Besonders gefreut hat uns der Besuch der Landrätin Cornelia Weigand, die in ihrer Rede nochmal an die Verantwortung des Managements appellierte. Deutliche Worte zu den Managementfehlern fanden auch Oliver Moll, Betriebsratsvorsitzender ZF Schweinfurt, Präsidium Gesamtbetriebsrat, Aufsichtsratsmitglied und Europäischer Betriebsratsvorsitzender sowie Erdal Tahta, Betriebsratsvorsitzender ZF Koblenz, Präsidium des GBR und Aufsichtsratsmitglied der ZF Friedrichshafen AG.

In den nächsten Tagen ist es nun wichtig, dass Betriebsrat, IG Metall und der Arbeitgeber den eingeschlagenen Weg, welcher am Freitag, 6. März begonnen hat, konkretisieren. In einem Eckpunktepapier zum Umzug nach Niederzissen, soll die Zukunft für die Beschäftigten des Standorts Ahrweiler positiv gestaltet werden. Im Anschluss daran werden dann ein Sozialplan und Interessenausgleich und ein Zukunftstarifvertrag folgen. Es bleibt zu hoffen, dass dabei weitere Eskalationen ausbleiben können. Wie man die IG Metall kennt, sind wir aber auch für weitere Konflikte vorbereitet.