Heizen in der Zukunft: Herschbach fordert ehrlichere Diskussion
SWN-Chef kritisiert die Fokussierung auf Fernwärme und Wärmepumpen und erinnert an soziale Verantwortung
11.03.2026
Neuwied. Die Debatte um das Heizungsgesetz hat viele Hausbesitzer verunsichert. Ist die Wärmepumpe die alleinige Alternative oder Ergänzung zur Fernwärme? „Ganz sicher nicht. Wir brauchen eine ehrlichere und differenziertere Kommunikation über die Vor- und Nachteile verschiedener Heizsysteme. Es gibt keine Lösung für alles“, erklärt SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach.
Wärmepumpen funktionierten in Neubauten hervorragend. „Wenn ich mir den Gebäudebestand in Neuwied anschaue, dann stoßen wir in unsanierten Altbauten aber auch an technische und wirtschaftliche Grenzen.“ Klar sei, das mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts auch Neuwied bis 2045 klimaneutral heizen müsse. „Wir müssen raus aus dem Gas. Unser Weg darf aber nicht in die Sackgasse führen. Das heißt, wir brauchen realistische Einschätzungen. Auch als SWN können und wollen wir nichts in rosarot zeichnen.“














