Herschbach: Trotz des Kriegs in Nahost stabile Energiepreise

Frühzeitiger Einkauf sichert Bestandskunden vor Preisschock – Wann kommen Energiediscounter unter Druck?
11.03.2026
Neuwied. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben die Energiemärkte in Bewegung gebracht: Der Ölpreis kletterte zwischenzeitlich auf 120 Dollar je Barrel, der höchste Stand seit Sommer 2022. Für die Kunden der Stadtwerke Neuwied (SWN) besteht nach Einschätzung von Geschäftsführer Stefan Herschbach jedoch noch keine Gefahr steigender Preise. Anders als bei der Ukraine-Krise 2022, als Gaspreise von 15 Euro je Megawattstunde auf über 300 Euro schnellten, verhält sich der Terminmarkt für die Jahre 2028 und 2029 nahezu unverändert.
„Wir haben frühzeitig Energie zu günstigen Konditionen eingekauft und können so Preisstabilität gewährleisten", erklärt Herschbach. „Wer bei uns ist, ist gut aufgestellt und muss sich keine Sorgen machen." Der SWN-Geschäftsführer verweist darauf, dass der Terminmarkt – über den ein Großteil der Energiemengen beschafft wird – für 2027 nur moderate Steigerungen zeige. Beunruhigender sei die Entwicklung am Spotmarkt, also dem kurzfristigen Handelssegment: Dort ziehen die Gaspreise deutlich an, während Strompreise nachziehen.
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